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Centros de Arte, Cultura y Turismo - EPEL del Cabildo de Lanzalote

Wie kommt man hin?

Die Höhle Cueva de los Verdes befindet sich im Norden der Insel Lanzarote, in der Gemeinde Haría, und integriert in die weite Vulkanlandschaft des Naturdenkmals von Malpaís de La Corona.

Nordroute

Empfohlene Route und Beschreibung von anderen Zentren

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Die Höhle Cueva de los Verdes

Exterior de la Cueva de los Verdes

Die Höhle Cueva de los Verdes befindet sich im Norden der Insel Lanzarote, in der Gemeinde Haría, und integriert in die weite Vulkanlandschaft des Naturdenkmals von Malpaís de La Corona.

Sie wurde als Ergebnis eines Vulkanausbruches des Vulkanes Volcán de la Corona (laut den Geologen vor 3000 - 5000 Jahren) gebildet, wodurch ein ausgedehnter unterirdischer Vulkantunnel entstand, der über sechs Kilometer lang ist und vom den Vulkankegel bis zum Meer reicht. Zwei der bedeutendsten Kunst-, Kultur- und Tourismuszentren, die Höhle  "Cueva de los Verdes" und die Lavatunnel "Jameos del Agua", sind im Inneren dieses Tunnels integriert.

Ein Vulkantunnel entsteht durch Erkalten und Verfestigung der Oberfläche eines Lavaflusses in Kontakt mit der Luft, während das geschmolzene Magma des Inneren weiterhin fließt. Die teilweise Lockerung des Daches eines Tunnelabschnittes, bildet eine Struktur, die mit der  einheimischen Vokabel des "Jameo" bezeichnet wird, was nichts weiter heißt als Öffnung oder  "Mund" des Gebietes, der den Zugang zu verschiedenen Grotten erlauben.

Der Tunnel, der durch den Vulkan Volcán de la Corona gebildet wird, ist einer der längsten und interessantesten des Planeten. Entlang seiner Strecke existieren 21 "Jameos". Die Mehrheit der sechs erschlossenen Kilometer, erstreckt sich von dem Krater des Vulkans bis ins Meer hinein, auf einem Unterwasserweg von anderthalb Kilometern, der als "Tunnel der Atlantis" bezeichnet wird.

Interior

Geschichtliche Anmerkungen

Die ersten Zeugnisse, die auf die Existenz der Cueva de los Verdes hindeuten, stammen aus den Aufzeichnungen des italienischen Pioniers Leonardo Torriani, aus dem Jahre 1590. In diesen beschreibt Torriani, abgesehen von der bedeutenden Schönheit von dieser geologischen Geländefläche, das sie von besonderer  Bedeutung für Verteidigungszwecke und für den Schutz der Inselbevölkerung ist.

"... und in ihrem Inneren befinden sich wunderbare Höhlen, die von Meisterhand gemacht zu sein scheinen, und mit rauhen und schwierigen Stellen, die man ohne Licht nicht überqueren kann. Einige Exporten sagen, dass es im Inneren einen versteckten Fluss gibt, der mit großer Wucht fließt und dass ihn nur wenige kennen. Sie hat auch einen anderen Ausgang, in Richtung Meer, durch den die Männer und Frauen, die  dort Schutz finden, herausgehen können und auf das Boot gehen können."
Beschreibung der Kanarischen Inseln. Leonardo Torriani, 1590.

Interior

Lanzarote erlitt hauptsächlich im 16. und 17. Jahrhundert zyklische Anfälle von enormer Unsicherheit aufgrund der ständigen Invasionen, Razzien und Entführungen seitens der Piraten der nordafrikanischen Küste. Historische Belege haben bestätigt, dass die verworrenen Galerien der Cueva de los Verdes,  als Versteck und Zufluchtsort für die dezimierte Inselbevölkerung diente.
Hervorzuheben sind einige Invasionen mit großem Ausmaß, wie die  Tabán Arraez und Solimán im Jahr 1618, die Ausmaße einer wahren Katastrophe annahmen.

Der Historiker  Viera y Clavijo (Nachrichten über die Gesamtgeschichte der Kanarischen Inseln, 1772-1773) schildert die fatalen Folgen dieses Abenteuers so "...der größte Teil der Einwohner flüchtete in die Verstecke der Katakomben, bezeichnenderweise in die große Höhle Los Verdes de Haría, die unterirdisch fast drei Meilen lang ist. (...) Dieser fatale Schlag, der das ganze Territorium von Lanzarote sprachlos und in Tränen gebadet hinterließ, diente auch dazu, um das Land verarmen zu lassen, indem es ihm die pure Substanz entzog..."
Später schon im 19. Jahrhundert verwandelt sich die Höhle in einen obligatorischen Besuch für Reisende, Gebildete und europäische Wissenschaftler, die zu den Kanarischen Inseln reisten.

Alle beschreiben mit Faszination diese einzigartige Vulkanbildung. Wir können den Geologen Georg Hartung (1855), den Geologen und Botaniker Karl von Fritsch (1863) und neueren Datums auch den Geologen Hernández-Pacheco (1907) zitieren.

Boveda interior

Der innere Eingriff

Sich der einzigartigen ästhetischen, geologischen und historischen Werte der Höhle bewusst, plant in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts, die Regierung von Lanzarote, sie für die touristische Benutzung zu erschließen.

  • Die Schaffung des Kunst-, Kultur- und Tourismuszentrums "Cueva de los Verdes" bildet Bestandteil von einem Ensemble innovativer Maßnahmen an strategischen Plätzen, die von der Regierung von Lanzarote gesponsert werden, um somit die touristische Attraktivität der Insel zu verstärken. Ihre Einweihung im Februar 1964, stellt eine der größten Herausforderungen dar, bei der entschieden wurde, die Insel auf die Liste der Ziele mit touristischer Qualität zu bringen.

Für das ehrgeizige Projekt, baut man auf den Künstler Jesús Soto aus Lanzarote. Ihm verdanken wir sowohl die Beleuchtung, als auch die Schaffung des Innenrundgangs. Im Innenraum wurde kaum eingegriffen, es sind das Zugangsgelände und der innere Pfad, wo die bedeutendsten Maßnahmen durchgeführt werden. Trotz des spektakulären Ergebnisses, ist der künstlerische Eingriff sehr respektvoll mit der Umgebung auf die Lichtzufuhr, die perfekt getarnt ist, sowie auf die Klanuntermahlung.

  • Jesús Soto, aufmerksamer und unruhiger Beobachter, entfaltet all seine Kenntnisse über Licht und Schatten, indem er sorgfältig die entsprechende Beleuchtungsform untersucht und die Reliefs  und Texturen, um die spektakulären, vielfarbigen Gewölbe, im Inneren der Höhle hervorzuheben. Soto schafft eine vielfarbige Atmosphäre von Räumen und von den künstlerisch-natürlichen Umgebungen, die von eigenartiger und poetischer Schönheit sind.

Die Cueva de los Verdes wird im Februar des Jahres 1964 eingeweiht. Seitdem konnten zahlreiche Besucher dieses außergewöhnliche Naturphänomen genießen, das sich zu einem der beeindruckendsten Orte von Lanzarote entwickelte.

Detalle interior

Der Rundgang

Wenige Erfahrungen scheinen, in Bezug auf Abenteuer und Entdeckung,  interessanter für einen Reisenden zu sein, als der Zugang zu einer Höhle. Ohne Zweifel ist der Besuch der Höhle La Cueva de los Verdes eine wahre Initiationsreise ins Herz der Erde. Ein Besuch der spektakulär und einzigartig sein will.

Der Bereich der Cueva de los Verdes, der besichtigt werden kann, wird aus einem Kilometer von überlagerten Galerien gebildet, mit vertikalen Verbindungen zwischen ihnen. An einigen Stellen befinden sich bis zu drei Schichten, die es dem Besucher erlauben, neue Räume aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken.

Das Innere des Tunnels hat bis zu fünfzig Meter Höhe und Breiten, die sich an fünfzehn Meter annähern. Es existieren eigenartige Gebilde und steinerne Strukturen: Lavakanäle, feste Blöcke, die von der Strömung mitgenommen wurden, Lavatropfen, Salinedepots, und folgende verfestigte Lavaschichten...

Besonders spektakulär erscheint das Farbspektrum, das die Gewölbe und Wände der Grotte schmücken. Die rötlichen Farben entstehen aufgrund der Oxidation des Eisengehaltes des Basaltgesteins. Die vielfältigen Ockertöne entstehen durch die Lichtreflexe auf das Ausblühen der Salinen, die durch Filtrierungen des Wassers von der Oberfläche entstehen.

Auffallend ist das angenehme Klima im Inneren. Die Luftströmungen erlauben eine natürlich, sanfte und angenehme Belüftung und die Temperatur ist konstant, um die neunzehn Grad herum.

Öffnungzeiten und Preise

Täglich 10 bis 18 Uhr.
Läzte Führung: 17

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